Tipps und Tricks/ Rosegarden

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Die folgenden Informationen beruhen im Wesentlichen auf den Erfahrungen bei der Installation von Rosegarden 10.2 ("Thorn") mit Qt Version 4.6.1 auf einem PC mit dem Ubuntu-Betriebssystem Version 10.4, Linux Kernel 2.6.32-22-generic, GNOME 2.30.0.

Rosegarden ist ein Open-Source-Musikprogramm, mit dem man Notenblätter erstellen und ausdrucken kann und die notierte Musik auch auf dem Computer mit verschiedenen Instrumenten abspielen kann. Eine ausführlichere Beschreibung dieses Programms findet man z.B. in der Wikipedia.

[bearbeiten] Rosegarden herunterladen und installieren

Rosegarden wird mit Hilfe des Softwarecenters von Ubuntu installiert. Dieses startet man mit über das Menü Anwendungen, indem man auf Softwarecenter klickt. In diesem Programm sucht man nach Rosegarden. Das geht am einfachsten, wenn man in das Suchfeld rechts oben den Begriff "Rosegarden" eingibt. Das gibt einige wenige Treffer, aus denen man dann das Programm heraussucht, das man z.B. an dem Icon mit der Rose erkennen kann. Wenn man diesen Eintrag anklickt, erscheinen zwei Schaltflächen mit den Aufschriften "Weitere Informationen" bzw. "Installieren". Wenn auf der zweiten Schaltfläche "Entfernen" statt "Installieren" steht, heißt das, dass Rosegarden bereits installiert ist und man es mit einem Klick vom Rechner entfernen könnte.

Nach einem Klick auf die "Installieren"-Schaltfläche wird man nach seinem Passwort gefragt; nachdem man durch die Eingabe des Passworts bestätigt hat, dass man das Programm installieren will, wird es heruntergeladen und installiert.

Das dauert auch bei einem DSL-Anschluss eine Weile. Es können allerdings zwei Komplikationen auftreten, die dazu führen, dass es nicht vorangeht: Es gibt Programme, z.B. die Synaptic-Paketverwaltung, die die Installation blockieren können. Daher empfiehlt es sich, vor der Installation alle nicht benötigten Programme zu schließen. Die zweite Komplikation kann durch eine Dialogbox zustande kommen, mit der das Installationsprogramm fragt, ob Echtzeitprioritäten gewünscht sind. Weil diese Dialogbox hinter anderen Fenstern versteckt sein kann, und das Programm auf eine Rückmeldung wartet, kann auch der Eindruck entstehen, dass die Installation nicht funktioniert. Soweit bisher zu erkennen ist, funktioniert Rosegarden auch ohne die Echtzeitpriorität.

Nach der Installation findet man das Programm unter Anwendungen -> Unterhaltungsmedien -> Rosegarden.

[bearbeiten] MIDI-Synthesizer herunterladen und installieren

Beim ersten Start meldete Rosegarden, dass man keine Musik abspielen könne, weil kein Synthesizer vorhanden sei, und schlägt gleich einige passende Programme vor, u.a. Qsynth und TiMidity. Bei der Installation des TiMidity++ MIDI-Synthesizers geht man ähnlich vor wie bei der Installation von Rosegarden selbst, im Softwarecenters sucht man nach "TiMidity" statt nach "Rosegarden".

Wenn dieses Programm vorhanden ist, kann Rosegarden auch Töne erzeugen.

[bearbeiten] Die ersten Schritte

Man kann nun Rosegarden starten. In dem Fenster, das dann erscheint, befindet sich in der Mitte eine Tabelle, deren durchnummerierte Zeilen u.a. den Text "<ohne Titel>" enthalten. Rechts daneben ist eine weitere Tabelle, die oben und unten mit einer Art Lineal versehen ist. Wenn man in eine der Zeilen zwischen den Linealen klickt, erscheint ein kleines Rechteck, in dem der Anfang des Text "Acoustic Grand Piano" zu sehen sein sollte. Mit einem Doppelklick auf dieses Rechteck öffnet man ein weiteres Fenster, das eine kurze Notenlineatur zeigt. Klickt man irgendwo auf diese Lineatur, wird eine Note eingetragen und gleichzeitig sollte der durch diese Note bezeichnete Ton erklingen.

Mit diesen wenigen Klicks hat man die wesentlichen Schritte erledigt, die beim Erstellen eines Notenblatts zu erledigen sind:

Jede Zeile in der Tabelle mit den Linealen entspricht einer Notenzeile. Die Lineale selbst geben die Takte an. Das durch den Klick in der Tabelle erzeugte Rechteck legt fest, wie lange ein Teil des Stücks dauern soll. Bei diesem Vorgehen ist das nur einen Takt lang, man wird es also normalerweise auf die gewünschte Dauer verlängern müssen. Dazu findet man in dem Menü, das beim Klick mit der rechten Maustaste auf eines dieser Rechtecke erscheint, den Eintrag "Größe ändern". Wenn man das aktiviert, kann man die Breite des Rechtecks durch Ziehen mit der Maus verändern.

Die Eingabe der Melodie erfolgt dann in einem eigenen Editor, der sich durch einen Doppelklick auf das Rechteck öffnet. Das kann ein Notationseditor sein, bei dem man die Melodie wie gewohnt über Noten angibt. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, zwei Matrixeditoren und einen Eventlisteneditor. Diese kann man mit den Icons öffnen, die sich in der Werkzeugleiste befinden, die in zweiten Reihe ganz links angebracht ist.

Bevor man das erste Notenblatt ausdrucken kann, ist man zunächst einmal eine Weile damit beschäftigt, sich mit den Möglichkeiten von Rosegarden vertraut zu machen.

Der Klick auf Datei -> Vorschau drucken ergab beim ersten Versuch die Meldung, dass der Notensatz zwar funktioniert hätte, die Noten mangels eines Anzeigeprogramms nicht gezeigt werden könnten. Das lag daran, dass bei der Installation von Rosegarden zwar eine Reihe weiterer Programme installiert werden, auf denen Rosegarden aufbaut, aber nicht alle: Neben dem MIDI-Synthesizer fehlte eben auch ein Anzeigeprogramm für PDF-Dateien. Die PDF-Betrachter, die Rosegarden kennt, findet man unter Editieren -> Einstellungen -> Allgemein -> Externe Anwendungen -> PDF-Betrachter. Wenn man in der dazugehörigen Dialogbox "Evince" statt des voreingestellten "Okular" auswählte, funktionierte auch die Darstellung der Noten für den Druck - dieses Programm war auf der Maschine bereits vorhanden. Das Ergebnis des Notensatzes wird in diesem Programm angezeigt, und damit kann man es auch ausdrucken. Es gibt offenbar auch die Möglichkeit, ohne den Zwischenschritt über eine PDF-Datei zu drucken, das wurde aber nicht ausprobiert.

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