Verfahrensanweisung

Umgang mit dem WLAN

© 2003 Albrecht Müller, Enzensperger Str. 6, 81669 München, Tel: +49-177-48 56 71 0, E-Mail: albrecht.mueller@astrail.de. Begonnen am Samstag, 30. August 2003, Stand: Entwurf, Freitag, 24. Oktober 2003.

Zweck

Diese Verfahrensanweisung beschreibt einige typischen Arbeitsabläufe, die beim Einsatz des WLAN vorkommen. Damit sollen in Hinblick auf Sicherheit und Zeitaufwand optimale Abläufe erreicht werden. Diese Verfahrensanweisung ist auf meine Anforderungen zugeschnitten und entspricht meinem derzeitigen Wissenstand. Sie erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Fehlerfreiheit.

Dokumentation der Konfiguration des WLAN

Für die Vergabe der IP-Adressen wird der "Private Adddess Space" gemäß RFC 1918 verwendet, und zwar im Bereich 192.168.0.0 ... 192.168.255.255.

Als Sicherheitsmaßnahmen sollten soweit möglich die Empfehlungen umgesetzt werden, die in der Broschüre "Drahtlose lokale Kommunikationssysteme und ihre Sicherheitsaspekte" des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik für Funk-LAN angegeben werden. Der Access-Points für das WLAN wird so konfiguriert, dass die Verschlüsselung eingeschaltet ist und fremde MAC-Adressen gesperrt sind. Das Netzwerk-Passwort (= Community-String) des Access-Points wird gegenüber der Default-Einstellung geändert. Die WLAN-Karte im Notebook wird mit explizit angegebenem Schlüssel konfiguriert, d.h. kein automatisches Beziehen des Schlüssels, weil der auch von unerwünschten Rechnern kommen könnte.

Die Dokumentation der Konfiguration des WLAN der erfolgt in einem UML Diagramm, das die Struktur des Netzwerks enthält. Wegen der geringen Größe des Netzwerks kann man damit die nötigen Informationen vollständig auf einem Blatt Papier vollständig darstellen. Sensible Daten wie Passwörter und Schlüssel werden nicht dokumentiert oder nur in einem Papierausdruck eingetragen, der dann an einem sicheren Ort aufbewahrt wird. Sensible Daten sind im Diagramm durch "xxxx" gekennzeichnet.

Wenn mit dem WLAN weniger experimentiert wird, sollte überlegt werden, welche Passwörter und Schlüssel tatsächlich dokumentiert werden müssen und auf deren Dokumentation weitgehend verzichtet werden. So dürfte es z.B. nicht notwendig sein, den Schlüssel des WLANs aufzuschreiben. Da nur wenige Geräte eingesetzt werden und Zugriff auf alle diese Geräte besteht, können beim Verlust eines Schlüssels mit wenig Aufwand neue Schlüssel eingestellt werden.



Konfiguration des WLAN

Betrieb des Notebook im Netzwerk

Das Zusammenspiel des Notebook mit dem Netzwerk läuft derzeit noch nicht rund. Das Hauptproblem besteht darin, dass ein Neustart des Notebook erforderlich ist, wenn eine Online-Verbindung verfügbar wird und man von dem Offline in den Online-Modus wechseln will.

Allgemeines

Soweit möglich, wird an dem Notebook nur unter Benutzerkennungen gearbeitet, die keine Administratorrechte haben.

Einrichten der Offline-Dateien

Dies ist nur mit Administratorrechten möglich. Ausserdem muss das schnelle Umschalten zwischen den Benutzeranmeldungen deaktiviert sein, d.h. dass ein neuer Benutzer kann sich nur anmelden, wenn sich der vorherige Benutzer abgemeldet hat.

Unter diesen Voraussetzungen klickt man Start -> Arbeitsplatz -> Extras -> Ordneroptionen. -> Offlinedateien. Auf der dann angezeigten Karte aktiviert man das Kontrollkästchen "Offlinedateien aktivieren" und klickt dann auf "OK". Damit ist zwar die Funktion der Offlinedateien verfügbar, aber noch keine Dateien festgelegt, die Offline verfügbar sein sollen.

Die Festlegung, welche Dateien offline verfügbar sein sollen und automatisch mit dem Netzwerk synchronisiert werden sollen, kann jeder Benutzer selbst vornehmen, auch wenn er keine Administratorrechte besitzt. Bei bestehender Netzwerkverbindung wird mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Datei oder den Ordner geklickt und dann auf "Offline verfügbar machen". Die offline verfügbaren Dateien oder Ordner sind durch einen Pfeil an der linken unteren Ecke des dazugehörigen Icons gekennzeichnet.

Die automatische Synchronisation wird so eingestellt, dass sie sowohl beim Anmelden als auch beim Abmelden erfolgt, um die Zeit, in der Änderungskonflikte entstehen können, möglichst kurz zu halten.

Anmerkung: Für manche Arten von Dateien, z.B. Access-Datenbanken, muss eine geeignete Anwendung auf dem Notebook installiert sein, damit die Datei offline zur Verfügung gestellt werden kann.

Anmerkung: Ausschalten der Offlinedateien scheint den Cache mit den offline verfügbar gemachten Dateien nicht zu löschen, sondern nur die Synchronisationsmechanismen zu deaktivieren. Wenn man die Offlinedateien wieder einschaltet, kann man auf diese Dateien anscheinend wieder zugreifen.

Betrieb des Notebook ohne Verbindung mit dem Netzwerk

Unter der Voraussetzung, dass die Offlinedateien aktiviert sind, kann man auch ohne Netzwerkverbindung mit den Dateien, die Offline zur Verfügung stehen, genauso weiterarbeiten, als ob eine Netzwerkverbindung bestehen würde. Der wesentliche Unterschied beim Browsen der Computer im Netzwerk besteht darin, dass nur die explizit als offline verfügbar definierten Dateien und Verzeichnisse angezeigt werden sowie die Verzeichnisse, die zum Zugriff auf Offline verfügbare Dateien nötig sind. Davon abgesehen ist die angezeigte Verzeichnisstruktur dieselbe wie beim bestehender Netzwerkverbindung. Drucken über das Netzwerk ist natürlich nicht möglich.

Es gibt ein Fenster, in dem man die Gesamtheit der offline verfügbaren Dateien und ihren Änderungsstatus ansehen kann. Diese Anzeige erreicht man,  indem man sich über Start -> Arbeitsplatz -> Extras -> Ordneroptionen... -> Offlinedateien zu dem Reiter mit den Offlinedateien durchklickt und dann den Knopf "Dateien anzeigen" anklickt. Dieser Knopf ist nur verfügbar, wenn die Offlinedateien aktiviert sind. Man erhält ein Fenster, das alle offline verfügbaren Dateien anzeigt, allerdings in einem einzigen, "flachen" Verzeichnis zusammengefasst.

Betrieb mit Anschluss an das Netzwerk

Wenn eine Verbindung mit dem Netzwerk verfügbar ist, werden offenbar Veränderungen an Dateien sowohl auf den Originalen im Netzwerk als auch im lokalen Cache vorgenommen. Das verlangsamt die Schreibvorgänge etwas.

Die für den WLAN Betrieb gewünschte Reduktion des Netzwerkverkehrs ist daher nicht zu erwarten.

Synchronisation des Notebook mit dem Server

Um Synchronisationskonflikte zu vermeinden, empfiehlt es sich, sich vor der Bearbeitung einer Datei zu überlegen, auf welchem Rechner man eine Datei ändern will.

Löschen einer Datei sollte man vorzugsweise auf dem Rechner vornehmen, auf dem die Originale der Dateien liegen: Sie landen dann im Papierkorb und können von dort notfalls wieder geholt werden. Löschen vom Notebook aus löscht die Datei ohne diese Sicherheitsmaßnahme.

Umgang mit Passwörtern und Schlüsseln

Passwörter und Schlüssel werden nur dann elektronisch gespeichert, wenn dies aus technischen Gründen notwendig ist. Die Schlüssel, den die am WLAN beteiligten Rechner zur Verschlüsselung des Funkverkehr verwenden, müssen gespeichert sein. Ähnliches gilt für Informationen, mit denen die Server Freigabepasswörter oder Passwörter für die Anmeldung überprüfen.

Alle anderen Passwörter oder Schlüssel werden nicht gespeichert. Insbesondere wird auf folgende Dinge geachtet:
Einige Spezialfälle sind zu beachten:
Für einige dieser Fälle könnte sich die Strategie eignen, dass man zuächst das Passwort ändert, dann die Operationen durchführt, die zum Speichern des Passworts führen können, und danach das Passwort nochmal ändert. Dann würde zwar ein Passwort gespeichert, doch das wäre unmittelbar danach ungültig.

Schlüsseländerung

Schlüssel festlegen

Für den Schlüssel werden 10 hexadezimale Ziffern benötigt. Wenn man diese nicht mit der Randomize-Funktion der Accesspoint-Software festlegen will, kann man durch Werfen von Münzen eine Binärdastellung ermitteln, die man dann nur noch umzuwandlen braucht.

Schlüssel auf dem Accesspoint ändern

Anmerkung: Die Konfigurationsdaten des Accesspoints sollten aus Sicherheitsgründen nicht auf dem Rechner selbst gespeichert werden, sondern auf einem externen Datenträger, damit im Falle einer Sicherheitslücke nicht auf die Konfigurationsdaten des Accesspoints zugegriffen werden kann. Mit dem oben genannten Verfahren kann man zwar verhindern, dass der für die Übertragung über die Luft verwendete Schlüssel gespeichert wird, der Schlüssel, den man braucht, um auf die Konfiguration des Accesspoints zu verändern, ist wird trotzdem gespeichert. Für den Fall, dass das ein Problem darstellen könnte, besteht  offenbar die Möglichkeit, den Accesspoint zu sperren, so dass man die Konfiguration nur nach einem Hardwareeingriff ändern kann.

Schlüssel auf Notebook ändern

Ausprobieren

Das Verfahren für die Schlüsseländerung könnte man später, wenn ich mehr Übung habe und mehr über die Randomize-Funktion weiß, vereinfachen. Wenn man den Schüssel in der Accesspoint-Software hat, kann man ihn von da auch gleich am Notebook abtippen und braucht keine Notizen, Würfel oder Münzen. Damit ließe sich eine Schlüsseländerung vermutlich in weniger als einer Minute erledigen.

Noch zu tun:

Es fehlt derzeit eine Statistik, die einen Überblick über den Umfang des Datenverkehrs seit der letzten Schlüsseländerung gibt.

Internet-Zugriff

Funktioniert derzeit noch nicht.

Ideen für Verbesserungen des Verfahrens, Anmerkungen: